Zeltlager 2008

Beim Versuch im diesjährigen Artikel unser Zeltlager 2008 in Homberg Ohm gebührend zu präsentieren, musste ich leider feststellen, dass es zeltlagertypisches Vokabular gibt, das für Nicht-Zeltlager-Kundige vorweg einer Erklärung bedarf:

Grukis: Abkürzung für Gruppenkinder, 8-13 Jährige Mädchen und Jungen, die unsrem Zeltplatz in den 11 Tagen Zeltlager vom 22. Juni bis 2. Juli 2008 so richtig Leben eingehaucht haben. Die Gruppenkinder waren wie jedes nach Jahrgängen in verschiedene Gruppen eingeteilt und jede Gruppe hatte ihre beiden…

Gruleis: Die Gruppenleiter , die ihrerseits versuchten diesem „Leben“ auf dem Zeltplatz nach dem Abendprogramm, meist gegen 22:30, etwas Einhalt zu gebieten, was auch meistens recht gut funktioniert hat. Sowohl die „Red Bulls“, die „Chiquita Bananas“ und die „Gummibären“ als auch die „Centershocks“ oder die „Ferrarios Küsschen“ verschwanden nach einigem Murren müde und geschafft in Ihren Zelten.

Lalei: Die Lagerleitung , dieses Jahr bestehend aus 4 Leuten: Niklas Hohmann, Lissi Secker, Barbara Leuschner und Sven Schickel . Sie hatten die manchmal leidvolle Aufgabe, sehr schnell das ganze Programm umplanen zu müssen, da uns z.B. das Wetter beim geplanten Schwimmbadtag immer wieder einen Streich spielte indem es uns den Morgen verregnete.

Die Küche: Das Wort „Küche“ bedarf normalerweise keiner Erklärung, doch in diesem Zusammenhang bedeutet „Küche“ 7 Leute, die teilweise im Wechsel, immer um unser leibliches Wohl besorgt waren. Knapp 100 Leute zu bekochen bedeutet natürlich, dass man in und mit Massen kocht, wir reden hier von 110kg Fleisch für das Geschnetzelte, oder 90 Eier für Kaiserschmarrn. Ab morgens um 7 stand unsere Küche im Küchenzelt und schnipselte, briet, köchelte und schmeckte unser Essen ab, eigentlich immer mit durchschlagendem Erfolg!

Top-Job: Auch nach 6-jähriger eigener Zeltlagererfahrung weiß ich immer noch nicht 100% warum der Top-Job so heißt wie er heißt. Entweder, weil es ein Top Job ist, ein toller Job eben, der sich hauptsächlich mit den steinzeitlichen Bedürfnissen „Feuer machen“ (Holzhacken, Feuer an- und ausmachen) und mit der Trinkwasserbeschaffung (Getränke holen fahren) beschäftigt, ODER, weil der Job andererseits auch Top-Kräfte verlangt, denn eben diese Aufgaben brauchen doch einiges an körperlichem Einsatz. Mit dem „weißen Riesen“ (Dominik Klein) und dem „Fleckenzwerg“ Patrick Scholtka war da eine sehr gute Wahl getroffen worden.

Nach diesem kleinen Zeltlager-Crashkurs, nun zum eigentlichen Thema: „Allnatura 2008“ das KJG Zeltlager in Homberg/Ohm. Das Zeltlager stand dieses Jahr unter dem Motto „Supermarkt“. Mit Gruppennamen und passenden Kostümen wie die „Centershocks“ oder die „Red Bulls“ passten sich die Gruppen dem Thema an. Auch unser alljährliches Geländespiel wimmelte von Ladendetektiven, Ladendieben und selbst ausgedachten Werbespots, die, je nach Kreativität mit „Geld“ in Form von geschmolzenen Joghurtbechern (ich weiß, es klingt komisch) belohnt wurden. Ein riesengroßer Platz und tolles Wetter ermöglichten uns viel Spaß im Freien, wie zum Beispiel bei den IK’s (Interessenskreisen) bei denen die Grukis z.B. Gipsmasken machen oder eine Sauna bauen konnten. Das erste schlechte Wetter holte uns am Tag der Wanderungen ein. Eine Eintages-Wanderung, 2 Zweitages-Wanderungen und eine Survivaltour für die ältesten beiden Gruppen wurden von einem Unwetter durchnässt, das sogar abends den Tagesthemen der ARD einen Beitrag wert war. Glücklicherweise tat dieser Schauer der guten Stimmung auf dem Zeltplatz keinen Abbruch und als wir uns alle am darauf folgenden Tag wieder sahen, waren die nassen Klamotten schon fast vergessen zudem sich das Wetter auch wieder besserte. Ein Schwimmbadtag, Hochzeiten, ein Sängerwettstreit und unser bunter Abend am letzten Abend, 11Tage Supermarktleben, Sommer Sonne und ganz viele Spiele, Homberg/Ohm war toll!

Für die Gruppenleiterrunde Rahel Becker

 

 

 

 

 

 
 

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